WohnWende Lüneburg

WohnWende Lüneburg ist eine Initiative, die zu Beginn 2026 neu gegründet wurde und sich für eine sozial-ökologische Wohnraumpolitik in unserer Stadt einsetzt. Ziele sind eine Verminderung von Leerstand und weiterer Zweckentfremdung sowie eine soziale Wohnraumpolitik statt neuer Wohngebiete am Stadtrand.

6027 Personen wohnten 2019 in der Lüneburger Altstadt. Ende 2025 waren es noch 5630.

Das ist ein Verlust von ca. 400 Personen in sechs Jahren. Überall leere Fenster: gemeint sind nicht die leeren Schaufenster im Erdgeschoss, sondern die nunmehr unbewohnten ehemaligen Wohnungen im Obergeschoss. Schätzungsweise über 300 Wohn-Leerstände gibt es in der Innenstadt – die meisten davon dauerhaft. Und das, obwohl sehr viele Menschen auf der Suche nach Wohnraum sind.

Die Initiative WohnWende Lüneburg möchte, dass Leerstand und weitere Zweckentfremdung in Lüneburg endlich ernsthaft angegangen werden.

Wir sehen darin ein erhebliches Potential, Wohnungen im Bestand statt nur durch Neubau „auf der grünen Wiese“ am Stadtrand zu schaffen. Mit gleichem Personalaufwand kann durch eine andere Wohnungspolitik nicht nur die Innenstadt wieder belebt und viele Menschen mit Wohnraum versorgt werden, sondern auch verhindert werden, dass immer neue Baugebiete sich immer weiter ins Umland ausbreiten.

Den Bau einer Wohnung in einem Neubaugebiet zu ermöglichen, kostet die Hansestadt Lüneburg etwa 50.000 € – Geld, mit dem man auch Personalstellen schaffen könnte, um ernsthaft gegen Wohnungsleerstand und illegale Ferienwohnungen vorzugehen.

Ein weiteres Themenfeld mit viel Potential ist die Wohnraumteilung

Während im Jahr 1956 noch pro Person 18,4 qm Wohnraum benötigt wurden, sind es 2024 durchschnittlich 49,2 qm. Gerade viele ältere Menschen bewohnen irgendwann ein ganzes Haus mit nur 1-2 Personen. Gleichzeitig fühlen sich viele ältere Menschen einsam.  Es gibt bereits Fördermöglichkeiten und konkrete Beispiele wie in diesen Fällen wieder ein gemeinschaftlicheres Wohnen hergestellt werden kann (Beratung beim Wohnraumbüro Lüneburg). Es gibt es viele Maßnahmen in anderen Kommunen (z. B. Anreize zur Wohnraumverkleinerung bei der Münchner Wohnen oder zur Wohnraumteilung in Karlsruhe), von denen Lüneburg lernen sollte.

Mieten-Notstand und Leerstände: Einwohnerantrag der Linken – Forderungen der Initiative WohnWende Lüneburg
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