Der Zukunftsrat Lüneburg und der „Arbeitskreis Lüneburger Altstadt“ (ALA) laden zu einem Bürger:innengespräch mit den Kandidat:innen zur Wahl des Stadtrats ein. Das Thema lautet:
Vorschläge und Maßnahmen zur Verringerung des Wohnraummangels
Alle sind sich einig: Lüneburg hat zu wenig Wohnraum. Insbesondere Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen haben erhebliche Probleme, eine Wohnung zu finden. Der Mangel an Wohnraum nicht nur durch Neubau behoben werden kann. Dazu gibt es zu wenig ausgeschriebenes Bauland. Außerdem bringen Neubauten eine erhebliche Umweltbelastung mit sich. Böden werden versiegelt, gewachsene Landschaften und Ökosysteme werden zerstört verursachen erhebliche CO2-Emissionen.
Schon bei einem Spaziergang durch die Innenstadt oder durch die Wohngebiete fällt auf, wie viele Wohnungen leer stehen. Schätzungen zu Folge sind allein in der Innenstadt mindestens 300 Wohnungen seit längerer Zeit unbewohnt. In den Wohngebieten am Rande der Stadt sieht es nicht viel anders aus. Vielfach lebt lediglich eine Person in einem großen Haus mit fünf und mehr Zimmern.
Es gibt also ungenütztes Wohnraumpotential. Dies ist auch der Verwaltung und dem Stadtrat bewusst. In der Beschlussvorlage zur Verlängerung der Zweckentfremdungssatzung (2024) schreibt die Verwaltung: „Lüneburg ist weiterhin ein Wohnraummangelgebiet und jeglicher Leerstand oder Umnutzung zu Ferienwohnungen oder Gewerbeeinheiten verschärft den Wohnungsmangel noch zusätzlich.“ So erfreulich es ist, dass es in Lüneburg eine Zweckentfremdungssatzung gibt, es geschieht viel zu wenig, diese auch umzusetzen. Trotz der sicher vorhandenen rechtlichen Hürden, gibt es zahlreiche Handlungsoptionen zur Erschließung von Wohnraum, die von der Verwaltung, dem Rat und auch den Bürger:innen bis jetzt viel zu wenig genutzt werden.
In der Veranstaltung sollen Optionen für Lüneburg vorgestellt und ausgelotet werden. Die Kandidat:innen für den neuen Stadtrat werden befragt, welche Ideen sie zur Lösung des Wohnraumproblems anbieten können, und welche konkreten Maßnahmen und Pläne sie in der kommenden Wahlperiode in Angriff nehmen wollen.
Freitag, 21. August 2026 um 19.00 Uhr
im Marcus-Heinemann-Saal im Museum Lüneburg
