„Wer in Lüneburg eine Wohnung sucht, braucht vor allem eines: einen langen Atem. Laut dem GEWOS-Gutachten betrifft der Wohnraummangel in der Hansestadt vor allem Menschen mit kleinem Einkommen, Studierende und Familien und bis 2040 fehlen rund 3500 Wohnungen. Trotzdem sind in den vergangenen Jahren hunderte Menschen aus der Lüneburger Altstadt weggezogen. Das hat unterschiedliche Gründe. Klar ist für Jonas Korn von der Initiative WohnWende aber, dass in der Altstadt ungenutztes Potential liegt.“
Jonas Korn kritisiert in einem aktuellen Beitrag bei Radio ZuSa die Fokussierung auf die Einrichtung von Neubaugebieten am Stadtrand bzw. in Umlandgemeinden anstatt die bestehenden Häuser und städtebauliche Struktur bestmöglich zu nutzen: durch die Verhinderung von Zweckentfremdung, durch Schließen von Baulücken und ökologisch tragbare Nachverdichtung.
Wer durch Lüneburgs Innenstadt spaziert, dem fallen vermutlich zuerst die leeren Läden im Erdgeschoss, weniger jedoch die leeren ehemaligen Wohnungen darüber auf.
„Wenn eine Ladenfläche leersteht, fällt das sofort auf. Bei Wohnungen ist das anders.“
„Die Initiative WohnWende ist überzeugt: Instrumente gegen den Leerstand gibt es jetzt schon. Etwa den Milieuschutz im Baugesetzbuch. Er untersagt in bestimmten Gebieten Luxussanierungen, Abriss oder die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Auch die Zweckentfremdungssatzung der Hansestadt Lüneburg kann Umnutzung und Leerstand verbieten. Um das durchzusetzen, braucht es aber Personal.“
Jonas Korn und Reiner Netwall stellen klar:
„Das Problem des Wohnraummangels gibt es auch in anderen Städten – Lösungen aber auch.“
Hier den ganzen Beitrag hören:
Beitrag von Henry Kardel
Gespräch mit Reiner Netwall und Jonas Korn am 05.05.2026
